Vielseitigkeitsturnier Hornsmühlen – Gutshof-Ei Cup

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Ein „Eulenloch“ wurde zum Hindernis

Kieler Nachrichten vom 23.05.2012

Wie ein rohes Ei müssen Vielseitigkeitsreiter nicht behandelt werden. Und als sie in der sechsten Hornsmühlener Vielseitigkeit auf L-Niveau um den “Guthof Ei Cup” geritten sind, brauchten sie auch keine ganz harte Schale. Die Prüfung um den Stocksee war rund drei Kilometer lang und eine willkommene Gelegenheit, die eigene Form und die der geländegängigen Vierbeiner zu
überprüfen.

Hornsmühlen. In zwei Abteilungen wurde gewertet, wie die rund 100 Reiter-Pferd-Paare sich im kupierten Gelände über die 22 Hindernisse schlugen. Die Riege der Profis führte die Ehefrau von Mannschafts-Olympiasieger Peter Thomsen (Großenwiehe), Kirsten, an. Die Tierärztin setzte sich mit Horseware´s Master Boy und 51.30 Punkten an die Spitze der Reiter/Senioren- Abteilung und überwand mühelos Hindernisse wie “Igel”, “das erste Ei” und “Eulenloch”. Mit der zweitplatzierten Christine Münkel (Hannover) kam eine der weit angereisten Teilnehmerinnen auf die vorderen Ränge. Die Bundeskaderreiterin hatte Negativ unter dem Sattel und rangierte zu guter Letzt vor Olympiareiter Andreas Dibowski (Döhle) und der erst siebenjährigen Stute Eskadia. Denn der Vielseitigkeits-Profi nutzte, wie viele seiner Kollegen, die Hornsmühlener Vielseitigkeit, um seine Pferde langsam für anspruchsvollere Prüfungen aufzubauen. Mit It´s me xx wurde der Niedersachse zudem Neunter: “Itsi kam dieses Mal noch auf 66 Punkte in der Dressur, hatte leider drei Abwürfe auf dem etwas kleinen Springplatz, der ihm nicht so lag, zeigte aber eine gigantisch coole Runde im Gelände in der Zeit. Diese Leistung bestätigt meine Hartnäckigkeit bei diesem Pferd, weil so viel in ihm steckt”, beurteilte “Dibo” die Leistung des Vierbeiners. Sein Gesamturteil: ” Wir hatten alle einfach nur Spaß. Elsa war toll. So wünscht man sich ein Pferd im Gelände zu erleben.” Elsa sei nun bereit für Zweisterne in Strezegom.

Die Jugend-Abteilung dominierte die bereits auf EWM-Niveau hoch erfolgreiche Charlotte Sophia Hachmeister (Aurich) mit Kassio vor Christoph Wahler (Bad Bevensen), der aus der Dressur-Schmiede Klosterhof Medingen kommt. Mit Printinus lieferte er entsprechend ein gutes Ergebnis im Viereck ab, war flott im Gelände und kassierte keine Fehlerpunkte. Mit weiteren Talenten, wie Franziska Keinki (Grömitz), die Lancaster gesattelt hatte und auf Platz drei kam, empfahl sich hier im Parcours von Fried Schwien eine vielversprechende Nachwuchsriege für anstehende Meisterschaften. Das Ticket für die deutschen Meisterschaften, vom 7. bis 10. Juni im bayrischen Kreuth, hatte die 19-Jährige zu recht in der Tasche. Konkurrenz bekommt die ORV Malente-Eutin-Reiterin dort unter anderem von Tabea Henze (Fehmarn), die ihr Erfolgspferd Payman in Hornsmühlen nicht an den Start brachte. Mit Cross Rock und Silver Johnnie belegte die 19-Jährige Rang vier und fünf und bestätigte ihre gute Form.

Jessica Bunjes

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