Vielseitigkeitsturnier Hornsmühlen – Gutshof-Ei Cup

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Julia Mestern gewinnt in Hornsmühlen

Vielseitigkeit Hornsmühlen feiert internationale Premiere mit CIC*-Prüfung am Stocksee
von Laura Becker

Die Organisatoren der Vielseitigkeit Hornsmühlen, Axel Behmann und Gerd Hamann, haben alles richtig gemacht. Zum zehnten Jubiläum des Events gab es eine internationale Premiere: eine CIC*-Prüfung – und die war ein voller Erfolg.

Reiter und Zuschauer waren begeistert, die Geländestrecke war anspruchsvoll und perfekt in die Landschaft rund um den Stocksee eingebunden, nicht zuletzt konnten die Reiter und Pferde an zwei Tagen mit strahlendem Sonnenschein Bestleistungen zeigen. Julia Mestern war die Siegerin der ersten Abteilung in der Einsterne-Prüfung, dem Gutshof Ei-Cup, der am Turniersonntag als One-Day-Event ausgetragen wurde. Im Sattel des neunjährigen Wallachs Grand Prix IWEST v. Grafenstolz setzte sich die Deutsche Vielseitigkeitsmeisterin von 2010 schon in der Dressur mit 37,3 Minuspunkten mit einem deutlichen Abstand in Führung. Die gab das Paar, das erst vor vier Wochen das CIC* in Marbach gewinnen konnte, auch nach der Teilprüfung Springen und nach dem Gelände nicht mehr ab. Die beiden überquerten die Ziellinie im Cross lediglich mit 3,2 Zeitfehlern. Insgesamt hatten sie am Ende 40,5 Minuspunkte auf ihrem Konto, knapp zehn Punkte Vorsprung zur Zweitplatzierten. „Der Tag heute lief von Anfang bis Ende rund“, so die Reiterin begeistert. „Grand Prix hat sich in allen drei Prüfungen super präsentiert. Und ich muss sagen, das Turnier in Hornsmühlen hat sich wirklich toll entwickelt. Hier herrscht absolut internationales Flair und die Geländestrecke, die durch Wald und über Wiesen geht, ist klasse. Es gibt viele verschiedene Aufgaben, die von den Pferden Konzentration fordern, der Wechsel von Schatten und Sonne hat einen super Trainingseffekt genauso wie das viele Bergauf und Bergab, das die Kondition fördert.“ Platz zwei in der ersten Abteilung ging an Malin Petersen (SWE) mit Little Chico (50,1) vor der Preis der Besten-Siegerin Hanna Knüppel auf Calesco (51,7).

Den Sieg in der zweiten Abteilung (Leistungsklassen 4 und 5) sicherte sich der einzige Herr in den Platzierungsrängen: Georg von Schiller steuerte den siebenjährigen Holsteiner Choko v. Carrico mit 51,0 Minuspunkten durch die Prüfung. Er hatte ein Dressurergebnis von 49,8 Minuspunkte, dem er nur im Gelände 1,2 Zeitstrafpunkte hinzufügte. Annekatrin Franzky kam mit Ringaskiddy auf 51,4 Minuspunkte und platzierte sich knapp dahinter. Katharina Kopp wurde auf Piet Dritte (53,0). Die insgesamt 73 Starter der CIC*-Prüfung haben eine 3000 Meter lange, anspruchsvolle Geländestrecke des Kursdesigners Fried Schwien aus Brackrade und Axel Behmann bewältigt mit 23 detailreich und liebevoll gestalteten Hindernissen. Dazu gehörten die schräg zu springenden Doppelhecken, ein Coffin, das durch einen natürlichen Flusslauf führte, eine Sunken Road und ein Wasserkomplex, der einzigartig ist in Deutschland: mit einem Einsprung direkt in den Stocksee. Es gab einige Verweigerungen, die verteilt waren auf der Strecke, und insgesamt fünf Stürze, bei denen Reiter und Pferd aber unverletzt blieben. Die Bestzeit von 5.46 Minuten stellte sich als Herausforderung dar. Nur sieben Reiter blieben ohne Zeitfehler. Der Sicherheitsstandard der Sprünge wurde durch Vorbauten an den Hindernissen und das schwedische MIM-Safety-System erhöht. Durch das System soll ein Sprung bei großer Krafteinwirkung nachgeben. Es war an insgesamt sechs Sprüngen der Strecke angebracht. Ausgelöst wurde es nicht. „Trotz eines anspruchsvollen Kurses, der einer Einsterne-Prüfung würdig war, haben wir nur positive Runden gesehen. Daher bin ich sehr zufrieden, frohen Mutes und motiviert, das Event im nächsten Jahr fortzusetzen und uns weiter zu steigern“, betonte Organisator Axel Behmann.

Geländepferdeprüfungen Klasse A und L

Die Youngster unter den Pferden zeigten sich am Turniersamstag von ihrer besten Seite. Alle drei Sieger der Nachwuchsprüfungen, die als Qualifikationen für das Bundeschampionat ausgeschrieben waren, erhielten die Traumnote 9,0 für ihre Vorstellungen. In der Geländepferdeprüfung der Klasse L mit 32 Startern stand Classic Royetta, eine sechsjährige Hannoveraner Stute v. Royal Classic, unter Stephanie Böhe ganz vorn (9,0). Die verwies die Oldenburgerin Daytona Beach v. Duke of Hearts xx (8,8) unter Weltmeisterin Sandra Auffarth auf Platz zwei. Mit ihrem zweiten Pferd Sirtaki, einem sechsjährigen Trakehner Hengst v. Hirtentanz, erhielt Stephanie Böhe eine 8,7 und wurde Dritte. In der ersten Abteilung der Geländepferdeprüfung Klasse A hatte der fünfjährige Holsteiner Costbar v. Clarimo unter Marina Köhncke das Sagen (9,0). Auf Platz zwei landete Anna- Maria Rieke mit der fünfjährigen La Nika, einer Holsteiner Tochter des Loran (8,7). Sirtaki und Stephanie Böhe landeten wie auch in der Geländepferdeprüfung Klasse L auf dem dritten Platz (8,5). Die Siegerehrung der zweiten A-Abteilung führte Butts Lillyfee v. Graf Top. Die sechsjährige Hannoveraner Stute wurde vorgestellt von Julia Mestern und zeigte eine tolle Runde, eine 9,0 war auch für sie der Lohn. Auf Platz zwei landete Sandra Auffarth auf Quadro Jape, einem fünfjährigen Oldenburger Sohn des Quadros, mit einer 8,6 vor Malin Petersen (SWE) auf dem fünfjährigen Holsteiner Hengst Clarion v. Clarimo (8,4). Insgesamt waren 54 Teilnehmer am Start.

Richter Horst Karsten sehr angetan

Rund 2500 Zuschauer waren zu dem One-Day-Event gekommen, das von dem Jazz Trio-Hamburg musikalisch eingerahmt wurde. Turniersprecher Ed Holloway führte mit englischer Kommentierung an der Seite von Günther Kraack durch den Tag. Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren und Unterstützern, insbesondere der Firma Gutshof Ei und dem ORV, der Hauptgenossenschaft Kiel, den Firmen Garten Schlüter, Nordsaat, Fricke sowie Gudendorf Ankum, der Familie Schubert und weiteren. „Die Vielseitigkeit Hornsmühlen ist einfach traumhaft schön“, lobte Richter Horst Karsten. „Die Geländestrecke ist natürlich aufgebaut, die Sprünge sind in das Landschaftsbild integriert – so etwas findet man mittlerweile nur noch selten. Die ganze Prüfung verlief super und es waren Topreiter wie Sandra Auffarth, Peter Thomsen, Claas Hermann Romeike und Frank Ostholt mit ihren Nachwuchspferden am Start. Die internationale Premiere ist dem Hornsmühlener Team auf jeden Fall gelungen. Sie müssen unbedingt dabei bleiben!“

Alle Ergebnisse zur Vielseitigkeit Hornsmühlen 2016 finden Sie auf der Seite des DUW Reitsport-Turnierservice.

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